Goldbunte Fredericktage 2026

Das war mal ein Empfang: In Wendelsheim bei Rottenburg wartete am letzten Tag meiner Fredericktag-Lesereise ein große Überraschung: Der Sohn der Rektorin hat eine „Buch in the box“ gebaut zu „Klassenfahrt außer Kontrolle“. Ganz schön cool mit Moos, Keramik-Elementen, Blumen und Playmo-Figuren. Ich war ziemlich gerührt. Auch von den Kids, die wahnsinnig süße Fragen vorbereitet hatten: „Was ist für Sie Glück“ und „Was macht nach Ihrer Ansicht Kinder glücklich?“ Da kommt man vorne vor den Sitzreihen schon mal ordentlich ins Grübeln. Danke für die tollen Denkanstöße! Darüber werde ich noch länger rumgrübeln.

Und auch sonst gab es natürlich die besten Denk- und Spaßanstöße aller Art. In Meersburg hat man mir erzählt, dass es gerade eine neue große New Adult-Community gibt – bei den Seniorinnen! Cool, wenn so das Lesen ein All-Age-Ding wird. Auch wenn sich Meersburg leider nur völlig verregnet gezeigt hat – es war toll dort. Ich weiß auch nicht, was das ist mit der deutschen Seite vom Bodensee und mir. Immer, wenn ich dort zum Lesen unterwegs bin, gießt es in Strömen, egal ob Konstanz, Meersburg oder Friedrichshafen. Und das ausgerechnet da, wo man gerade doch eigentlich klagt, dass es zu wenig Wasser gäbe. (Nur mal so als Idee: Bei Regenknappheit einfach ein paar mehr Autor:innen einladen!)

Das Tolle an diesen Lesereisen ist ja, dass man so großartige und rundum ausgestattete Häuser kennenlernen darf wie die Stadtbibliothek Rottenburg mit einem ganzen Stockwerk Kinderliteratur oder das Medienhaus Friedrichshafen mit Lesebühne und einem grandiosen Blick direkt auf den Bodensee. Aber es können auch die kleinen Büchereien fürs Lesen werben mit ihren kleinen ländlichen Grundschulen, wo schnell mal die ganze Schulgemeinschaft in der Lesung sitzt und „Fanny und der fast perfekte Fee“ hört. Ich mag ja beides.

Es war eine turbulente, sehr herzliche Reise mit unglaublich lieben Begegnungen und tollen Kindern, deren Begeisterung mich von Tag zu Tag getragen haben: Von Markdorf, Tettnang, nach Friedrichshafen, Baienfurt und Meersburg. Von Balingen, Gomaringen, Münsingen nach Rottenburg und Wendelsheim. Die Schwäbische Alp hat sich von ihrer goldglänzenden Seite gezeigt. Und die Kids von ihrer kreativsten Seite.

Ein Junge zum Beispiel hat einen echt smarten Berufswunsch geäußert: Nikolaus. Ich vermute mal, das hat ein bisschen mit der vermuteten Work-Live-Balance zu tun. Und die Schülerinnen und Schüler haben mir wieder unglaublich viele coole Wortspiele für die Wort-Acke-dem-ih auf www.linkslesestaerke.de anvertraut: Hand-Ball-Netz, Kater-Pult, Papier-Flieger, Kaiser-Pinguin, Kinder-Riegel- Sp-Eis-E-S-Aal, Schaukel-Pferd, Wiese-L. Sogar zwei englische Begriffe haben neu Einzug gehalten in das Wörterbuch: Sand-Witch und 6-7 (ja, unglaublich das hatte ich bisher noch nicht drin!).

Liebe Büchereifachstelle des Regierungspräsidiums Tübingen: Danke für alles, fürs Fahren, fürs Organisieren und für die wunderbare Einladung! Es war mir ein rundum fröhliches (und manchmal ein bisschen feuchtes) Vergnügen.

Hier die neuen Wortspiele:

.

Schreibe einen Kommentar