Lesung mit prominenter Unterstützung

Das ist ja mal fein, wenn man nicht allein ins Mikro lesen muss.  In Bamberg hatte ich tatkräftige Unterstützung des Stadtsiegers beim Vorlesewettbwerb. Und der hat den Knut wirklich klasse gesprochen. Den Kleinen  kannte er schon, denn Christiane Weiß und Anja Hartmann von der Stadtbücherei hatte den „Theoretikerclub“ ausgesucht als Text für den Wettbewerb für die Bamberger Sechstklässler. Für die Klasse des Gewinners (und der Stadt-Zweiten) gab es je eine Lesung.

Der Stadtsieger übrigens war auch auf Landesebene ziemlich erfolgreich: Er wurde Zweiter aus ganz Bayern. Ein kleiner Promi fast schon, der das Sprechen gerne als Profi weiterführen will. Ich drücke die Daumen, Laurenz!

Mir hat’s in Bamberg mal wieder sehr, sehr, sehr gefallen und natürlich auch in der schönen Buchhandlung Collibri – wo Paul Maar höchstselbst die Deko gemalt hat.

Mehr zur Lesung gibt es übrigens hier.

Premiere mit kontrolliertem Absturz

Premierenlesungen sind immer etwas Besonderes, da kann man so viele Bücher geschrieben haben wie man will (und es sind bis jetzt ja erst einmal nur vier). Die erste Lesung aus einem Buch macht wahrscheinlich jedem Autor Angst.

Und dann waren es auch noch soooo richtig viele Zuhörer – 158 Kinder, sieben fünfte Klassen aus Lindenberg im Allgäu. Simone Kitz, eine meiner absoluten Lieblingsbuchhändlerinnen, war mindestens ebenso aufgeregt wie ich, als wir die vielen Kinder über den Hof des Hutmuseums in Lindenberg kommen sahen.

Dabei war die Angst völlig unbegründet – es war wirklich eine wirklich richtig gut gelungene und lustige Premiere mit donnerndem Applaus!

Und bei der zweiten Lesung imn Kulturboden (gleich im Anschluss) fiel die Autorin vor lauter Begeisterung und Gestikulieren gleich mal von der Bühne. Ist nichts passiert- es war nur ein kleiner Schritt für mich – und ein großer für 111 Lacher im Publikum. Das mit dem richtigen Stage Diving muss ich wohl noch  lernen. (Die Bilder hat Buch Netzer geschossen, übrigens, allerdings war ich da noch auf der Bühne.)

 

 

 

 

Was mich außerordentlich gefreut hat, ist, dass unser Video bei den Lesungen  so gut ankommt. Denn man kann ja nicht über Youtuber schreiben, ohne nicht selbst mal ein Video auf Youtube veröffentlicht zu haben. Und – es hat bis jetzt  nicht gar so viel Aufmerksamkeit wie Bibi, aber immerhin auch zwei Million Dislikes weniger 😉

 

 

Schiffe, Spitzendeckchen, Nerds und Wortspiele

Im Norden geht es bei Lesungen mitunter ein bisschen anders zu als im Süden. Da darf auch so ein Tüddelkram wie Mutterns gute Spitzendecke nicht fehlen. Trotzdem hat der Spagat zwischen Altbewährtem und moderner Nerd-Technik ganz toll geklappt.

Auf Einladung der Büchereizentrale Niedersachsen war ich Ende März in verschiedenen norddeutschen Städten zu Besuch – unter anderem in Ostfriesland (Westrhauderfehn), in Lehrte bei Hannover und in Dinklage. Und für einen kleinen Abstecher nach Klein Meckelsen (ganz genau irgendwo zwischen Bremen und Hamburg) hat es auch noch gereicht.

In Dinklage und in Mickelsen haben die Grundschüler den „Linkslese-„Bänden gelauscht, in Lehrte und Westrhauderfehn den „Theoretikern“. In Lehrte hatten wir sogar Besuch von der „Hannover Allgemeinen Zeitung“, die einen wunderbaren Artikel über die Lesung geschrieben hat. Und ein paar – na ja, sagen wir mal – eher unvorteilhaft nerdige Bilder von mir hat die Reporterin auch geschossen.

Hier geht’s zum Artikel  (leider ist er bis auf einen ersten Absatz kostenpflichtig).

Toll war’s. Und ganz zum Schluss lag sogar hoher Besuch vor dem Veranstaltungsgebäude: Ein Plattbodenschiff hatte im Kanal davor halt gemacht.

So einen Hingucker kriegt man jetzt im Süden nicht unbedingt immer geboten …

Natürlich habe ich auch wieder jede Menge Wortspiele für www.linkslesestaerke.de eingesammelt: Neu in der Wort-Acker-dem-ih sind: Kinder-Arzt, Tor-Schützen-König, Münd-lich, Kopf-Nuss und Welt-Raum sowie Quadrat-Schädel, Trommel-Fell und Stadt-Musikanten.

 

 

 

 

 

 

Von Katzen, Theoretikern und Donald Trump

Am 20. März erscheint „Der Theoretikerclub und die Weltherrschaft“. Und man kann ja schlecht ein Buch über Möchtegern-Youtuber schreiben, wenn man nicht selbst einmal ein kleines Video für Youtube gedreht hat. Nach einer Idee aus „Der Theoretikerclub und die Weltherrschaft“ ist folgender Dreh entstanden.

Tatsächlich mit der echten Katze Marie, die auch die Vorlage für die Marie im Buch war.

Theoretiker first, America Second

(Aus aktuellem Anlass)

Sis is a message from the government of se world.

Dear Mr President. Sis is not, I repeat: NOT another ridiculous Vorstellungs-Video to make any tiny country second. Really ridiculous. Sis is just to inform you. But it will be a great information. Really fantastic. You gonna love it.

From se 20. März on sere will be no difference anymore, if any country is first or second. Because sen we will have a world-leadership. If you apply as world leader, we are afraid se job is already taken. See? You are se leader of se United States. We are se leaders of se hole world.

We do not have to introduce se world to you? Have we? A planet with 7.44 billions of people. Only 59.7 millions of sem voted, ehm are devoted to you. Still somewhat seven billions are left to be devoted to us. Sat should be sufficient for an Inauguration.

Let us introduce ourselves: se new world leaders will be: Albert, Linus, Knut and Roman, 13, 12, 8 and 12 years old. We are se heroes of se novel „Der Theoretikerclub und die Weltherrschaft“, coming up in Germany in March. I translate: „The club of theorists and the world leadership“. No, not terrorists, Mr Pesident, THEORISTS. Our Waffe is se mind.

First of all we are experts in building walls. We have been bulding walls since we have been in first grade. But on se oser hand – who needs walls when you are se leader not only of one territory but of se whole world?  So forget se walls. COMPLETELY forget se walls.

San we are experts in keeping up the leadership. We have studied James Bond and se obstacles of his Superschurken thoroughly.

We do not have a ministry of silly hair und Kopfbedeckungen, for we have a silly dictator-beard. We do not only hide our income from publicity, but also our whole identity. Sometimes. Sis is more sophisticated. You would love it. Really. It’s great.

Since we are a big fan of yours, se biggest fans you would find in se world, we know how important it is to have the right tussis. We do have tussis, believe us. But we haven’t yet found out how to gr … ah forget se tussis. COMPLETELY forget se tussis. Period.

But, se greatest asset we have is our personal stuff. And not even se Mexicans have to pay for it. We even have se best assistants in the world. Not only se totally devoted Knut and some cute kitten.  But also a crazy spokeswomen –Kelly-Anja Janotta. She invents brutal massacres and alternative facts as nobody oser in the world. She calls herself an author. But sis is FAKE NEWS.

But forget about all sis. Sere is only one sing you need to know. No, not where se world is, if you  would like to destroy it. By se way, it looks like sis:

Se only thing you need to know is: We totally understand sat – America wants to be first. But from March on it will be America second. Se „Theoretikerclub“ will rule se world.

„Der Theoretikerclub und die Weltherrschaft“ – ab 20. März im Handel. It will be great. You will love it. Or as your Kellyanne would say: „Go buy Anjas book!“

 

 

 

 

 

Die Mira in Italienisch

Seit Neustem gibt es die „Linkslesestärke“ nicht nur in Deutsch, sondern auch in Italienisch. Nie hätte ich gedacht, dass man diese vielen Wort-Verdreher in andere Sprachen übersetzen könne. Jetzt haben die Italiener das Gegenteil bewiesen.

Die neuen, italienisch angepassten Karpiert-L-Wie-Netten hat – wie für die deutsche Ausgabe – wieder Stefanie Jeschke gezeichnet. Erschienen ist „Mira Kurz Capelli rosso cuoco“ beim Erickson-Verlag aus Trento.

Ganz schön lustig, die eigenen Worte zu lesen und nix davon zu kapieren. Na gut, nahezu nix. Immerhin, soviel konnte ich dann rauspicken, die Italiener waren nicht so streng wie die Bayern, die einen Teil der „Linkslesestärke“ in einem Schulbuch abgedruckt haben. Bei den Bayern durfte „der Freund, der immer in mein Badewasser strullert“ jedenfalls nicht drin bleiben. Bei den Italienern schon, da heißt es:“Il mio amico che fa sempre pipi nella mia vesca da bagno“. Klingt irgendwie fast schon poetisch.

Auch das Spiel mit dem Buchstabenverdrehen („al gioco delle lettere invertite“) ist geblieben – ich kann mir vorstellen, dass es die Übersetzerin bestimmt in die Verzeiwflung getrieben hat.

Aschenputtel, äh Taschenputel, heißt italienisch verdreht nun „Reneccentola“ (richtig: „Cenerentola“).

Und Der Wolf und die sieben jungen Geißlein, äh Golf und die sieben jungen Weißlein, heißt: „Il cupo e i sette lapretti“ (richtig“ Il lupo e i sette carpretti“).

Vielleicht sollte ich mein Speisenkarten-Italienisch doch mal kräftig aufmöbeln, damit ich noch mehr von den vertsteckten Spielereien verstehen kann…

Das war 2016

lesejahr2016

#2016 hat ja eigentlich eher einen negativen Beigeschmack. So viele prominenente Künstler hat dieses Jahr vorzeitig aus dem Leben gerissen, Brexit, Trumpwahl und die Ereignisse in Berlin sitzen uns alle noch in den Knochen …

Aber vielleicht gilt es genau deswegen das Gute zu Feiern, das Schöne, das Unvergessliche, das 2016 eben auch bereit gehalten hat.

Für mich war es nicht nur ein Jahr mit gleich zwei Neuerscheinungen („Linkslesemut“ und „Der Theoretikerclub“), sondern eines mit wundervollen Leseeindrücken.

lit.CologneUnd damit meine ich auch, aber nicht nur die im heimischen Lesesessel (oben eine kleine, subjektive, total unvollständige Auswahl aus meinem Leseregal). Sondern die auch die Eindrücke auswärts – vor Publikum. Lit.Cologne, Münchner Bücherschau, Seiteneinsteiger, Hamburger Vorlesevergnügen, Leseland Hessen, Jugendbuchwochen in Lüneburg … und das war nur eine kleine Auswahl der Highlights dieses Jahres. Wow. Und nochmals Wow. Wow-wow-wow.

buecherschau9Ich kann’s eigentlich immer noch nicht richtig glauben, dass so viele großartige Lesefestivals Gefallen an meinen Büchern gefunden haben. Das war eine echte Ehre, dort lesen zu dürfen.

Daneben habe ich ganz reizende Städte kennenlernen dürfen, die sonst nie auf meinem Schirm gewesen wären: Kirchheim/Teck, Lüneburg oder Fulda zum Beispiel kannte ich bislang nur von Autobahnschildern. Dabei sind sie allein schon eine kleine Reise wert.

Und dann trifft man dazu großartige Kollegen wie Andreas Schlüter, Margit Auer, Cornelia Franz, Antje Szillat, Isabel Abedi, Stefanie Taschinski … seiteneinsteiger

Wenn dann auch noch wie in Andechs die Kinder ein Dankeschön-Lied anstimmen und wie in Pollenfeld sich eine gesamte Grundschule zum Autogrammholen auf dem Unterarm anstellt, dann  bleibt auch bei mir kein Auge trocken.

Also aus dieser Speer-Speck-Tiefe betrachtet war #2016 doch gar nicht so schlimm. Ganz im Gegenteil.

 

 

 

Wir greifen nach der Weltherrschaft

Genießt Eure letzte Zeit in Freiheit. Ab März ist Schluss damit. Dann übernehmen wir, die Theoretiker und ich die WELTHERRSCHAFT. So, muss jetzt gehen, meine Freunde. Muss noch mein Superhelden-Cape und den Diktatorenbart im Keller suchen …

vorschau-cbt

So sieht die Vorankündigung bei cbt aus. Ist es nicht toll das Cover von Vera Schmidt? Ich find’s ja großartig, weltherrschaftlich großartig sozusagen.

 

 

Wort-Schätze aus Lüneburg

lueneburg

lueneburg3

Lüneburg, das habe ich jüngst bei einer Stadtführung gelernt, ist mit Salz reich geworden. Stimmt doch gar nicht, Lüneburg ist reich an Dichtern und Denkern. Wirklich.

lueneburg1Allein in den vier Lesungen, die ich zur diesjährigen Jubuwo (Jugendbuchwoche) dort gehalten habe, waren acht Kinder, die Autor werden wollen, ein Mädchen hat den Berufswunsch Bibliothekarin, eine Journalsitin. Wenn das mal kein Wort ist. Oder gleich mehrere…

Großartig war’s natürlich und Lüneburg mit den vielen Kaufmanns- und Kontorhäusern und den vielen kleinen Entdeckungen hat sich wirklich ein bisschen in mein Herz gestohlen. Wirklich – eine reizende Stadt. Und so viele Leser! Und zukünftige Viel-Leser. 3000 Bücher waren bei der begleitenden Kinderbuch-Ausstellung dabei.

kreidebergsee

Also, ich glaub das jetzt endgültig nicht mehr, dass Lüneburg nur reich wegen des Salzes ist. Die sind reich wegen ihrer vielen Ideen. Und wegen der Wortschöpfungen. Mitgebracht habe ich nicht nur den beliebten Ausflugsort Kreide-Berg-See (siehe oben), sondern noch jede Menge neuer Wortschöpfungen:

Die Tee-Ori, die Zahn-Krone, den Kron-Leuchter, die Tür-Angel, die Gardienen-Stange, das Ofen-R-Ohr und die Eis-Scholle.

tee-ori

zahn-krone

kronleuchter

tuer-angel

ofen-rohr

eis-scholle

Auf der Münchner Bücherschau

buecherschau_19Die Black Box im Münchner Gasteig ist so etwas wie eine heilige Halle. So oft bin ich da schon auf den Bänken gesessen, dass ich die Bühne von nahezu allen Perspektiven kenne. Nur von einer nicht. Von vorn.

Dass mich also die Münchern Bücherschau dieses Jahr eingeladen hat, als allerallererste im Schulbuchprogramm zu lesen, ist  eine unglaubliche Ehre gewesen. Und eine unglaubliche Bürde – denn da muss man schließlich schon was bieten, auf dieser Bühne!

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Dementsprechend aufgeregt war ich. Ehrlich gesagt, mir haben wirklich die Knie geschlottert. Hätte ich gar nicht sein müssen: Es lief großartig. Die Kinder – vier zweite Klassen für „Linkslesemut“ und später drei fünfte Klassen für  den „Theoretikerclub“ waren super dabei bei allen Quiz- und Malaktionen. Sie haben mitgeraten wie die Wahnsinnigen, waren  kaum noch auf den Stühlen zu halten und die Schlange der Autogrammjäger riss nicht ab. 90 neue Mitglieder hat der „Theoretikerclub“ jetzt.

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Es hat riesig, riesig, riesig Spaß gemacht. Und die Ausstellung ist noch eine ganze Weile – bis zum 27. November werden 20.000 Neuerscheinungen präsentiert. Beim Stand von cbt (ganz oben im zweiten des Gasteig) stehen natürlich auch der „Theoretikerclub“ und der „Linkslesemut“.

Danke, liebe Marie Arendt von der Agentur Weniger und liebe Tanja Poestges von cbt für die vielen tollen Fotos.

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