Danke für ein tolles Jahr

In einem Interview habe ich mal erzählt, dass alle Figuren aus meinen Büchern bei mir am Küchentisch sitzen und mir einfach nur ihre Geschichten erzählen. Das hat zum einen damit zu tun, dass meine Kinder dort Tag für Tag und jeden Abend sitzen und mir ihre traurigen, komischen, abstrusen Geschichten aus ihrem Leben erzählen. Und zum anderen, dass ich den Großteil meiner Bücher wirklich am Küchentisch schreibe (weil mein Schreibtisch mit dem vielen unerledigten Kram mich nur ablenken würde!).

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

In diesem Jahr ist es ganz schön voll geworden am Küchentisch. Waren da zunächst Mira, Felix und Svenja aus der „Linkslesestärke“ und Knut, Linus Roman, Albert und Alba aus „Der Theoretikerclub“, sind in diesem Jahr noch drei wichtige Figuren hinzugekommen: Franka, Bella und Vicky – die „Trabbel-Drillinge“. Ab Februar könnt Ihr deren Abenteuer, Geschwisterstreitigkeiten, über ihren Heimwehblues und ihre besten Hausmittelchen gegen schlechte Laune lesen. All das, was sie mir am Küchentisch über sich erzählt haben.

Aber eigentlich müssten Tausende von Kinder bei uns am Küchentisch sitzen, alle die, die mir ein, zwei Stunden in diesem Jahr geschenkt haben, zugehört haben, die zu den Lesungen gekommen sind und eine von über Tausend Autogrammkarten mitgenommen haben. Viele haben mir ihre Geschichten oder Berufswünsche erzählt (da waren exotische dabei wie Steinmetz oder türkischer Präsident)  und das habe ich dann wieder als Stoff für meine nächsten Projekte mitgenommen.

Gleich im Jahr 2018 geht es gleich mit einem neuen Roman los, denn mein sechstes Buch ist gerade  rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest fertig geworden. Und schon wieder kommen neue Besucher an dem Tisch …

Danke Euch fürs Lesen, Reden, fürs Erzählen und Zuhören und für ein tolles Jahr 2017! Ich freue mich auf Euch alle 2018. Frohes Feiertage bis dahin!

 

 

 

PS: Und ja, ich habe wirklich mein Bestes gegeben dieses Jahr, um (mit dem Theoretikerclub) die Weltherrschaft zu erlangen. Aber wie Ihr sicher aus der Presse wisst, Trump war stärker. Dabei haben meine Theoretiker und ich wirklich alles, alles versucht. Sogar Superhelden und Katzen! Aber Aufgeben ist nichts für echte Weltherrscher, oder?

In den Startlöchern: Trabbel mit den Trabbel-Drillingen

Jippieh. Zwei Tage vor meinem Geburtstag, am 26. Februar, erscheint meine nächste Serie bei Randomhouse. Die „Trabbel-Drillinge“ sind frech, modern und echte Celebrities… Und ja, die Haarfarbe stimmt – Franka, Vicky und Bella haben ein leuchtend pinkfarbenen Haarschopf.

Das steht im Klappentext:

1:200 Millionen – so hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es jemanden wie Franka gibt. Oder wie Vicky. Oder wie Bella. Die drei Zwölfjährigen sind eineiige Drillinge und Celebrities. Trotzdem könnten sie verschiedener nicht sein. Als sie vor lauter Berühmtheit keinen Schritt mehr vor die Tür machen können, flieht Mama Trablinburg mit ihnen aufs platte Land. Dort will sie in einer baufälligen Villa ein Bio-Hotel eröffnen. Die Drillinge sind entsetzt: monatelang Baustelle, mieses WLAN, zu dritt im Doppelbett? Das muss ja Trabbel hoch drei geben! Ob Frankas wunderköstlicher Trostkakao den schlimmsten Schwesternstreit aller Zeiten kitten kann?

Interesse bekommen? Der Verlag hat eine Menge Leseexemplar gedruckt und ein kleines Gewinnspiel ausgelobt – zu gewinnen gibt es ein Pralinenabo. Nicht ohne Grund, denn Franka ist die beste Pralinen-Bäckerin der Welt.

Hier geht’s zur Vorschau von cbj.

Ach ja, cbj lässt auch ein Audiobook produzieren. Mia Diekow (bekannt vom „Raben Socke“) liest den Text. Da bin ich wirklich bis zur kleinen Zehe gespannt drauf.

Und vorbestellen kann man den ersten Band natürlich auch schon. Am liebsten beim örtlichen Buchhandel (und online über den Buchhandlungspartner Genialokal).

Mosbach: T-Tu-Wirrer und der neue türkische Präsident

In Mosbach im Odenwald kann man sich quasi nicht verlaufen – denn überall in der Fußgängerzone weisen Kunstfiguren den richtigen Weg. So wie hier die drei alten Damen.

Wo’s für die Mosbacher Kinder lang geht, ist ihnen auch schon klar. (Mosbach übrigens mit kurzem O, habe ich mir von den Odenwäldern sagen lassen!). Gefragt nach ihren besonderen Berufswünschen, hatten sie Großes vor Augen: Einer wollte der nächste türkische Präsident werden. Jawoll! Glückwunsch! Ein anderer T-Tu-Wirrer. Und ein ganzes Team angehender Top-Handballer wie -Fußballer ist auch zu den Lesungen der „Linkslesestärke“ angetreten. Ich denke, man wird noch einiges aus Mosbach zu hören bekommen.

Mitgebracht habe ich übrigens jede Menge neue Wortspiele: Erd-Beere, Ka-Mehl, Licht-Schwert, Frosch-König und den Ei-Fehl-Turm.

Ach ja, eine neue Lieblingsbuchhandlung habe ich auch gefunden: Kindlers in Mosbach macht den besten Kaffee, den ich je in einer Buchhandlung getrunken habe. Ehrlich. Und ich bin wirklich verwöhnt. Im eigenen Café Käthe werden nämlich Bohnen aus der Orts-Rösterei Hagen  aufgebrüht. Lecker!

 

 

Saarlouis in strahlender Sonne

Bild könnte enthalten: Himmel, Baum, Pflanze und im FreienSaarlouis wurde gegründet vom Sonnenkönig Ludwig. Und das merkt man irgendwie auch: Strahlende Sonne am Tag der „Theoretikerclub“-Lesung, sonnige Kinder und ein warmherziger Empfang in der Stadtbücherei (die älteste kommunal geförderte Bücherei Deutschlands, habe ich erfahren!). Und auf der Bühne im Theater am Ring haben schon ganz andere Kinderbuchautoren gelesen, Jo Pestum zum Beispiel, den ich als Kind verschlungen habe.

Was will man da noch hinzufügen? Die hausinterne Redaktion hat einen so süßen Artikel zu der Lesung verfasst, dass ich den nur schwer toppen könnte:

https://www.saarlouis.de/home/aktuelles/info/artikel/theoretisch-praktisch-begabt-autorenlesung-mit-anja-janotta/

Auto-Gramme im Vogtland

Das war wirklich eine sehr, sehr schöne Reise durch das sächsische Vogtland. Mit interessanten Begegnungen (nein, nicht nur mit der ein oder anderen Kuh, sondern auch ganz vielen großartigen Auto-Ren-Kuh-legen), tollen Schulen und noch tolleren Lesungen.

Immer etwas ganz Besonderes sind ja „Linkslesestärke“-Lesungen bei LRS-Klassen. Auch dieses Mal haben die Kids wirklich lustige Wortspiele erfunden – den Enten-Gang zum Beispiel oder das Schlüssel-Band. Und von den Erstklässlern, die gerade mal ein paar Wochen in der Schule sind,  kamen so schlaue Zeichnungen wie Pferde-Äpfel und Tisch-Ecke

Zwei Tage später in Lengenfeld haben sich die Kids nahezu überschlagen mit ihren linkslesestarken Ideen – das muss an den nahenden Herbstferien gelegen haben. Von meinen Lesungen dort habe ich mitgebracht: Bett-Men, Sonnenblumen-Öl, Fenster-Sprosse, Park-Uhr und Auto-Gramm.

Apropos Auto-Gramm. Das 1000ste Autogramm für den „Theoretikerclub“ war im Vogtland auch fällig. Eine Fünftklässlerin aus der Oberschule in Lengenfeld hat’s jetzt über ihrem Bett hängen (hoffe ich).

 

Und noch ein Fundstück, das ich Euch nicht vorenthalten will. Die Hausordnung am Gymnasium in Reichenbach hat mir so gut gefallen, dass ich sie unbedingt fotografieren musste. „Lache laut und viel“ und „Sei glücklich“. An dieser Schule kann man sich wirklich wohlfühlen, glaube ich. Schmecken tut’s da übrigens auch, denn die Mensa hat mich und meine supersüße Lesereise-Betreuerin Katja gleich mit verpflegt! Ganz herzlich Danke an alle. Es war toll.

Ach ja, und wenn ihr noch ein Foto von mir mit viel zu engem Tisch-hört sehen wollt, das gäbe es hier bei der „Freien Presse“.

Auto-Gramm mal andersherum

Diese Schülerin hatte ja sowas von Recht. Wer sagt eigentlich, dass immer nur wir Vorleser ein Auto-Gramm geben müssen? Haben wir nicht umgekehrt selbst eins verdient? Und deswegen steckte sie mir nach der Lesung diese Widmung zu. Wahrscheinlich kam das Blatt aus der nahen Toll-ih-Jette, weil es schnell gehen musste. Gefreut habe ich mich trotzdem.

„Schee war’s“ übrigens in Hörgertshausen, wo die ganze Schule bei der Lesung der „Linkslesestärke“ dabei war. Man kann sich denken, dass es nicht die größte Grundschule in der Hallertau war – gerade mal 60 Erst-, Zweit-, Dritt- und Viertklässler gehen  in diese I-tüll-Esche Schule.

Mitgebracht habe ich mehrere Wort-Spiele, den Kom-Pass, das Rot-Kehlchen, den Mo-Tor und Sonnen-Creme.

Von meiner letzten Lesung des Schuljahrs, bei der Lese-Pause in Weilheim habe ich leider keine neuen Wort-Spiele mitgebracht. Auf die sonnenbeschienene Bühne hat sich keines der Kinder getraut.  Über 35 Grad waren dann doch zu warm. Da hielt sich das Pups-Likum dann doch lieber im Schatten den Bauch vor Lachen.

Lesung mit prominenter Unterstützung

Das ist ja mal fein, wenn man nicht allein ins Mikro lesen muss.  In Bamberg hatte ich tatkräftige Unterstützung des Stadtsiegers beim Vorlesewettbwerb. Und der hat den Knut wirklich klasse gesprochen. Den Kleinen  kannte er schon, denn Christiane Weiß und Anja Hartmann von der Stadtbücherei hatte den „Theoretikerclub“ ausgesucht als Text für den Wettbewerb für die Bamberger Sechstklässler. Für die Klasse des Gewinners (und der Stadt-Zweiten) gab es je eine Lesung.

Der Stadtsieger übrigens war auch auf Landesebene ziemlich erfolgreich: Er wurde Zweiter aus ganz Bayern. Ein kleiner Promi fast schon, der das Sprechen gerne als Profi weiterführen will. Ich drücke die Daumen, Laurenz!

Mir hat’s in Bamberg mal wieder sehr, sehr, sehr gefallen und natürlich auch in der schönen Buchhandlung Collibri – wo Paul Maar höchstselbst die Deko gemalt hat.

Mehr zur Lesung gibt es übrigens hier.

Premiere mit kontrolliertem Absturz

Premierenlesungen sind immer etwas Besonderes, da kann man so viele Bücher geschrieben haben wie man will (und es sind bis jetzt ja erst einmal nur vier). Die erste Lesung aus einem Buch macht wahrscheinlich jedem Autor Angst.

Und dann waren es auch noch soooo richtig viele Zuhörer – 158 Kinder, sieben fünfte Klassen aus Lindenberg im Allgäu. Simone Kitz, eine meiner absoluten Lieblingsbuchhändlerinnen, war mindestens ebenso aufgeregt wie ich, als wir die vielen Kinder über den Hof des Hutmuseums in Lindenberg kommen sahen.

Dabei war die Angst völlig unbegründet – es war wirklich eine wirklich richtig gut gelungene und lustige Premiere mit donnerndem Applaus!

Und bei der zweiten Lesung imn Kulturboden (gleich im Anschluss) fiel die Autorin vor lauter Begeisterung und Gestikulieren gleich mal von der Bühne. Ist nichts passiert- es war nur ein kleiner Schritt für mich – und ein großer für 111 Lacher im Publikum. Das mit dem richtigen Stage Diving muss ich wohl noch  lernen. (Die Bilder hat Buch Netzer geschossen, übrigens, allerdings war ich da noch auf der Bühne.)

 

 

 

 

Was mich außerordentlich gefreut hat, ist, dass unser Video bei den Lesungen  so gut ankommt. Denn man kann ja nicht über Youtuber schreiben, ohne nicht selbst mal ein Video auf Youtube veröffentlicht zu haben. Und – es hat bis jetzt  nicht gar so viel Aufmerksamkeit wie Bibi, aber immerhin auch zwei Million Dislikes weniger 😉

 

 

Schiffe, Spitzendeckchen, Nerds und Wortspiele

Im Norden geht es bei Lesungen mitunter ein bisschen anders zu als im Süden. Da darf auch so ein Tüddelkram wie Mutterns gute Spitzendecke nicht fehlen. Trotzdem hat der Spagat zwischen Altbewährtem und moderner Nerd-Technik ganz toll geklappt.

Auf Einladung der Büchereizentrale Niedersachsen war ich Ende März in verschiedenen norddeutschen Städten zu Besuch – unter anderem in Ostfriesland (Westrhauderfehn), in Lehrte bei Hannover und in Dinklage. Und für einen kleinen Abstecher nach Klein Meckelsen (ganz genau irgendwo zwischen Bremen und Hamburg) hat es auch noch gereicht.

In Dinklage und in Mickelsen haben die Grundschüler den „Linkslese-„Bänden gelauscht, in Lehrte und Westrhauderfehn den „Theoretikern“. In Lehrte hatten wir sogar Besuch von der „Hannover Allgemeinen Zeitung“, die einen wunderbaren Artikel über die Lesung geschrieben hat. Und ein paar – na ja, sagen wir mal – eher unvorteilhaft nerdige Bilder von mir hat die Reporterin auch geschossen.

Hier geht’s zum Artikel  (leider ist er bis auf einen ersten Absatz kostenpflichtig).

Toll war’s. Und ganz zum Schluss lag sogar hoher Besuch vor dem Veranstaltungsgebäude: Ein Plattbodenschiff hatte im Kanal davor halt gemacht.

So einen Hingucker kriegt man jetzt im Süden nicht unbedingt immer geboten …

Natürlich habe ich auch wieder jede Menge Wortspiele für www.linkslesestaerke.de eingesammelt: Neu in der Wort-Acker-dem-ih sind: Kinder-Arzt, Tor-Schützen-König, Münd-lich, Kopf-Nuss und Welt-Raum sowie Quadrat-Schädel, Trommel-Fell und Stadt-Musikanten.

 

 

 

 

 

 

Von Katzen, Theoretikern und Donald Trump

Am 20. März erscheint „Der Theoretikerclub und die Weltherrschaft“. Und man kann ja schlecht ein Buch über Möchtegern-Youtuber schreiben, wenn man nicht selbst einmal ein kleines Video für Youtube gedreht hat. Nach einer Idee aus „Der Theoretikerclub und die Weltherrschaft“ ist folgender Dreh entstanden.

Tatsächlich mit der echten Katze Marie, die auch die Vorlage für die Marie im Buch war.