Danke – für ein fulmiunantes Jahr 2025

Das Jahr 2025 markiert für mich ein kleines Jubiläum. Ein Veröffentlichungs- und Bühnenjubliäum. 2015, also vor zehn Jahren, ist mein Kinderbuchdebüt „Linkslesestärke“ erschienen, auf der Leipziger Buchmesse 2015 habe ich das erste Mal vorgelesen. Und seitdem gab es so viele, bestimmt mehr als 1000 Anlässe dankbar zu sein für diese Aufgabe. Vielleicht sogar noch mehr. Denn ich kann mir keinen schöneren Job vorstellen. Ich habe den schönen Teil vom Lehrer:innensein: Jede Menge lustige, neugierige, interessierte Kinder treffen, mit ihnen Quatsch machen, vorlesen, sich eine Menge Neues ausdenken und sie fürs Lesen zu begeistern. Keine Noten, keine pädagogischen Gespräche, keine schlimmen Ermahnungen oder Hausaufgaben kontrollieren. Ey, mal ehrlich, das ist doch das allertollste!

7500 Kindern bin ich 2025 begegnet – das weiß ich, weil ich dreimal Autogrammkarten nachbestellen musste. 130 Lesungen waren es, viele neue Bands habe ich mit „Die coolste Klasse des Planeten“ gegründet, bestimmt 50 neue Wortspiele habe ich mit „Linkslesestärke“ eingesammelt, ordentlich Theater mit „Krawall im Klassenzimmer“ gemacht und viel über Politik diskutiert mit den „Isar-Detektiven“. Daneben habe ich drei Bücher geschrieben: Zwei neue Bände für „Krawall im Klassenzimmer“ und einen neuen Band „Die Isar-Detektive“, der im Oktober erschienen ist – „Verfolgungsjagd über der Isar“. Dieses Mal geht es bei den vier Ermittlern um nichts Geringeres als die Demokratie, die gerettet werden muss. Und diese Mission führt die Detektive direkt aufs Dach des Bayerischen Landtags. Soweit sind Stefan Leuchtenberg, der Illustrator, und ich bei der Vorstellung von Band 5 nicht gekommen – nur in den Plenarsaal und zwar dorthin, wo normalerweise das Präsidium sitzt.
Im Plenum waren vier Klassen aus ganz Bayern, die der Landtagspräsidentin Ilse Aigner, die das Buch wieder vorgestellt hat, und uns lustige Fragen stellen durften. „Bewerten Sie Ihren Job von 1- 10“ zum Beispiel. Die Landtagspräsidentin votierte für 8,5. Mein Votum ist 9,5 (und ich würde bei allem Respekt und Ehrfrucht vor dem Amt niemals tauschen wollen). Denn wenn ich mit Ilse Aigner in einer Schule wie der Mittelschule Schliersee aus den „Isar-Detektiven“ vorlesen und für die Demokratie Werbung machen darf und mit den Kindern darüber diskutieren darf, wie sie sich schon in die Politik einmischen können, wie sie gehört werden und warum das am besten in der Demokratie geht – dann ist das auch für die Autorin sowieso schon unübertroffen.
Und wenn man dann so viel tolles Feedback und so viel Leser:innenbriefe bekommt – dann ist das wirklich etwas, für das man nur rundum dankbar sein kann. So viele tolle Fanpost wie dieses Jahr habe ich übrigens selten bekommen. Sogar aus Frankreich, genauer gesagt aus Fountainbleu, kamen Briefe mit Vorschlägen für neue Bücher: Eine Klassenfahrt vielleicht, die schief läuft? Oder eine Schule im Weltall? Formidable!
Okay, es gibt natürlich schon ab und zu mal was, das nervt. Vielleicht das frühe Aufstehen bei Lesungen und das Bahnfahren, wenn mal wieder was nicht klappt. Aber das macht die Begeisterung der Kinder bestimmt wieder wett. Ich durfte dieses Mal bei der Münchner Bücherschau Junior zur Ehrung des Schreibwettbewerbs der Isarautoren eine kurze Lesung geben, dort auf einem Podium über Leseförderung diskutieren (s.o. mit dem Buchfluencer Benni Cullen und Arena-Programmchefin Alexandra Schönleben) und bei der Münchner Bücherschau im Herbst dann noch einmal vor 140 Kindern jeweils im Haus der Kunst aus „Krawall im Klassenzimmer“ lesen. Das war echt eine Schau! Alle Bücher auf den Schlag ausverkauft, Signieren auf dem Arm inklusive.
Aber das sind nur ein paar deer Highlights, ich erinner auch die vielen schönen kleinen Begegnungen und Fragen, die versteckten Umarmungen, die kleinen verschmitzten Unterhaltungen am Rande, oder die kleinen Anregungen, die mir mitgegeben wurden. In Weißenburg hat ein Fan der „Isar-Detektive“ eine unglaubliche Cover-Zeichnung gemacht, aus Göttingen kamen total witzige „Theoretikerclub“-Zeichnungen. Ach, das Lob gebührt ja eigentlich den Illustrator:innen in dieser Sache, ich schreibe doch nur die Geschichte um die Bilder herum. Stefan Leuchtenberg gibt seinem Job übrigens auch eine 9 von 10 – dabei darf er nur ganz selten zu Lesungen. Aber mit Kindern und für Kinder arbeiten ist einfach eine Aufgabe, die tief zufrieden machen kann.
Dass Lesefreude wirklich ansteckend ist, habe ich übrigens in Völklingen erleben dürfen: Dort hat, nachdem alle gebannt den Streichen aus „Krawall im Klassenzimmer“ gelauscht haben, sich ein paar findige Nasen das Streichemachen gleich selbst angeeignet – und die Turnhalle abgeschlossen, sodass keiner mehr hereinkam. So war’s zwar nicht gedacht, aber das Lesen bietet manchmal auch unvorhergesehene Risiken und Nebenwirkungen – unter anderem einen eigenen Kopf bei den Bücherwürmern! Wie schön, wenn man das ein bisschen fördern darf.

Jugendbuchwoche in Göttingen: Ein Doktor fehlt noch!

Doktoren, die erfolgreich ihre Arbeit verteidigt haben, müssen in Göttingen ein Ritual beschreiten: Einmal in den Brunnen am Marktplatz steigen, dort die Gänseliesl küssen und möglichst noch ein Sträuschen Blumen da lassen. Ich hatte tatsächlich das Glück, einer Frau bei dieser stolzen Tradition zuzusehen. Die Statue am Alten Rathaus soll deshalb die meistgeküsste Frau Deutschlands sein. Sollte ich jemals einen Doktor machen, dann natürlich nur in Göttingen mit seinen vielen gemütlichen Cafés, seiner quirligen Studenten-Atmosphäre und den vielen lese-affinen Schulen. Zum 57. Mal schon hat die GEW die Jugendbuchwoche dort veranstaltet (und zum 18. Mal parallel dazu die gleichnamige Woche in Northeim). Zehn der 121 Lesungen durfte ich bestreiten und mich ausnahmslos über sehr schöne Veranstaltungen freuen.

Zum einen ist das Format Lesung wirklich gelernt in den Schulen: Beste Vorbereitung allerorten, supernetter Empfang und gleich mal eine Palette von vorbereiteten Fragen. Solche zum Beispiel: „Welches Buch ist Ihnen am schwersten gefallen zu schreiben?“. Darüber hatte ich noch gar nie nachgedacht, es war aber spannend gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der fünften Klasse in Groß Schneen dem nachzuspüren.

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Zeichnungen der Kinder der 5bil aus dem Felix-Klein-Gymnasium.

Und im Felix-Klein-Gymnasium erwartete mich eine bestens gebriefte Bücherei-AG, die alle Planung selbst in die Hand genommen hatte – inklusive Willkommens-Plakat, Interview und Ankündigung vor den Klassen. Wow! Da kam sogar noch wundervolle Fanpost mit ganz vielen Zeichnungen aus dem Theoretikerclub.

Zum anderen ist die Vorbereitung durch das Team der GEW wirklich lückenlos und die Betreuung unglaublich herzlich und persönlich. Was ich selber toll finde, ist, wenn der Veranstalter auch mal ein paar Lesungen von mir und der Kolleginnen besucht. Das ist immer eine besondere Wertschätzung! Und was wäre natürlich so eine Jugendbuchwoche ohne die lebhaften, in Lachtränen aufgelösten, streitbaren und lustigen Kolleginnen und Kollegen? Wirklich nur halb so schön! Das Wiedersehen mit Meike Haas, Jutta Nymphius, Katja Rieder, Kai Pannen, Frauke Angel war mal wieder ein echter Grund zum Feiern. Und das Kennerlernen von David Blum, den Jugendbuchpreis-Gewinner Dirk Reinhardt und Annika Scheffel ebenso!

Liebes Team von der GEW: Ein herzlichstes Danke für die nette Einladung. Ich weiß jetzt nicht, ob das mit dem Doktor bei mir noch klappt. Aber darf ich trotzdem wiederkommen?

Die oiden Rittersleit in Braunschweig

In Bayern gibt es ein launiges Lied, das dereinst Karl Valentin gesungen hat: „Ja so warn‘s, die oiden Rittersleit“. Im Endeffekt bestätigt sich darin nichts anderes, als was die Niedersachsen über die Bayern längst wussten: Sie sind schrullig. Und die Rittersleit, als quasi bayerische Krönung, ungleich mehr. „Dene hat’s vor nix gegraust“ heißt es bezeichnenderweise in einer der Strophen. Im weiteren Verlauf des Liedls wird dargestellt, dass die Rittersleit Wein und Bier eimerweise getrunken, in die Rüstung gerotzt haben und aufgrund von unpraktischer eiserner Reizwäsche leider ausgestorben sind …

Ein Exemplar allerdings hat überdauert. Es wurde – die Wege sind verschlungen und nicht mehr zu rekonstruieren – nach Braunschweig exportiert. Der eiserne Heinrich im Deutschen Haus freut sich jedes Jahr über den Besuch von kauzigen Zeitgenossen mit schweren Büchertaschen, die zur Jugendbuchwoche bei ihm vorbeischleichen. Jedes Jahr wieder steht er im Mittelpunkt eines kuriosen Autor:innen-Fotos. Gern behangen mit Schals, Hüten, Sonnenbrillen oder anderen gerade greifbaren Accessoires. Immer scheint es, als hätte er stoisch seine Freude an diesem schrulligen Treiben von bayerischen und Schreibenden aus anderen Regionen Deutschlands.

Auch dieses Mal ist in Braunschweig wieder eines der legendären Fotos entstanden: Im Bild sind Timm Milan, Fabian Lenk, Kai Pannen, Christian Linker, Sarah Welk, Simak Büchel, Anna Dimotrova, Anja Janotta, Irene Margil, Annette Mierswa, Lottte Schweizer, Jochen Till, Rüdiger Bertram, Martina Baumbach, Annette Roeder und Andreas Schlüter. Der Hut war eine Leihgabe von Rüdiger. Hach, gerade schön war es.

Und die liebe Martina Baumbach hat gleich noch ein süßes Foto von mir geschossen, während unserer Signierstunde in der berühmten Buchhandlung Graff. Es war, wenn man so will, ein einziges rauschendes Rittermahl in Braunschweig. Und wie immer vermisse ich die lieben Kolleg:innen bereits in dem Augenblick, wenn ich in den Zug steige. Und die Kekse, die es ausnahmslos bei allein Lesungen gab. 12 waren es dieses Mal, eine schöner als die andere. Ich habe ja den leisen Verdacht, dass das Cover von „Fanny und der fast perfekte Fee“ mittlerweile schon als Handlungsanweisung für die beteiligten Schulen gelesen wird.

Dieses zeigt nämlich den besagten männlichen Fee mit Cookies in der Hand. Ich erzähle dazu ja gerne mal, dass man immer als Autorin ein bisschen was von sich in die Figuren steckt. In Braunschweig scheint man die Autorin also ganz genau zu kennen … So wie in der Schule in der Altmühlstraße, wo ein ganzer Lesesaal auf der Bühne eingerichtet wurde: Dutzende von Büchern, Lichterkette, Lammfell auf dem Lesesessel und natürlich – Kekse!! Wow!

Aber mein ganz besonderer, völlig unverkrümelter Dank gilt dem Team der Braunschweiger Jugendbuchwoche und allen voran Thomas Wrensch, der sich eigentlich in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden wollte, nun aber mangels Nachfolger doch noch einmal die Koordination fürs nächste Jahr übernimmt. Auch wenn das für alle Autor:innen eine sehr schöne Nachricht ist, wünsche ich doch, dass sich jemand findet, der es mit dem gleichen Herzblut, der gleichen Herzlichkeit und der gleichen Leidenschaft fortführen mag wie Thomas – wir Autor:innen drücken alle ganz fest die Daumen. Danke für alles, auch an dieser Stelle.

Wie immer habe ich meiner stattlichen Anzahl an Wortspielen (41 waren es bis zur diesjährigen Lesereise aus Braunschweig, darunter solche Highlights wie Bet-Ofen, Braun-Schweig oder Sonnen-Süss-Tem…) noch ein paar weitere hinzufügen können. Die Lesungen mit der Linkslesestärke haben dieses Mal so tolle Ideen hervorgebracht wie: Auto-rin, Flaschenpost Taschen-Tuch, Kater-Messer, Kleiderhaken, Pferde-Wurst, Putz-Zeug, Wolfs-Burg und Würfel-Spiel. Wie immer zu finden in der Wort-Acker-dem-ih auf www.linkslesestaerke.de.

Landtagspremiere für den fünften Band der Isar-Detketive

27.10.2025, München: Buchpräsentation vom Band 5 der Isar-Detektive „Verfolgungsjagd über der Isar“. Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags, Anja Janotta, Kinderbuchautorin, und Stefan Leuchtenberg, Illustrator der „Isar-Detektive“. Foto: Matthias Balk/Bildarchiv Bayerischer Landtag

„Auf einer Skala von 1 bis 10: Beurteilen Sie Ihren Job!“ Manchmal kann die Fragerunde nach einer Lesung schon überraschend sein. Vor allem, wenn es eine Fragerunde im Bayerischen Landtag ist. Die Frage galt natürlich vordringlich der Landtagspräsidentin Ilse Aigner, die gerade den fünften Band der Isar-Detektive vorgestellt hatte. Sie reichte aber die Frage weiter an Stefan Leuchtenberg, den genialen Illustrator der Detektive, und mich. Zuvor hatte die Landtagspräsidentin eine glatte 8,5 vergeben, Stefan Leuchtenberg danach eine 9. Und ich – ja, das meine ich absolut ehrlich – habe eine 9,5 vergeben.

Gerade in solchen Momenten wie bei der Buchvorstellung wird es mir immer wieder bewusst, welches Privileg es ist, so vielen Kindern die Geschichten um die Isar-Detektive vorzulesen, sie zum Schmunzeln zu bringen und vor allem: Für die Demokratie auf diese Weise Werbung zu machen. Um nichts Geringeres geht es beim fünften Band der Kinder-Krimi-Serie des Bayerischen Landtags, den ich wieder schreiben durfte. Denn hier will eine verwirrte Gruppe von Aktivisten die Monarchie zurück nach Bayern bringen. Dazu beschmieren sie den LandTruck, stören Plenarsitzungen und wollen sogar eine Königsfahne hoch auf dem Landtag hissen. Nur die Isar-Detektive können das verhindern und geraten hoch über der Isar auf dem Dach des Maximilianeums selbst in höchste Gefahr.

Als wir vor anderthalb Jahren die ersten Ideen zu dem Band gesammelt haben, konnte niemand ahnen, dass einige Themen wie das der Fahne so hochaktuell werden würde. Das Thema Demokratie ist natürlich heute so aktuell wie nie, aber das Motto „No Kings“ hat ja erst in den letzten Monaten richtig Fahrt aufgenommen. Als wir das damals geplottet haben, war Trump noch nicht gewählt. In den Kapiteln gehen die Detektive also nicht nur der Frage nach, wer hinter den Schmierereien auf dem LandTruck steckt, sondern diskutieren auch mal über Autokraten und wie wichtig es ist, die Demokratie dagegen zu verteidigen. Mit von der Partie ist ein neues Tier, der Papagei Aloisius – der aber dieses Mal nicht gleich bei Flo Einzug hält. Stefan Leuchtenberg hat sich in diesem Band mit den Illustrationen wieder selbst übertroffen bei den vielen Tier-Kapriolen: zum Beispiel Fonsi in einem Wollknäuel verheddert und die Schildkröte Horst, die an einem Apfelbutzen hängt.

Ach, ich glaube, das muss man einfach selbst sehen. Wie immer können Klassensätze des neuen Bands kostenfrei beim Bayerischen Landtag unter www.isar-detektive.de bestellt werden. Ab dem 6. November kann man auch die Taschenbuchausgabe im Handel kaufen.

Ach ja, eine Frage, die in der Fragerunde bei der Vorstellung im Maximilianeum gestellt wurde, war diese: „Wird es einen sechsten Band geben?“. Landtagspräsidentin Aigner hat Ja gesagt. Ich freue mich schon drauf.

Unterwegs mit der Maus in Baden-Württemberg

„Und was wird jetzt aus meiner Nintendo Switch 2?“ Enttäuscht wischt sich ein Viertklässler in Heilbronn den Feenstaub von der Nase, nachdem er erfahren hat, dass Feenstaub nix hilft. Ist leider nur eine Erfindung der Werbeabteilung. Deswegen bleibt sein Wunsch erst mal unerfüllt. Zum Glück hat er mir das nicht krummgenommen, vielleicht auch deswegen weil er Jerome heißt – genau so wie mein Held aus „Fanny und der fast perfekte Fee“. Am Ende wollte er unbedingt noch – weil das ist ja schließlich magisch – ein Haar aus meiner rosa Perücke auf die Autogrammkarte geklebt haben. Na, diesen Wunsch kann man wirklich erfüllen! Ich selbst musste in Heilbronn aber auch staunen, denn dort (ganz frisch ausgezeichnet mit dem Preis der besten Bibliothek Baden-Württembergs 2025) gibt es in der Bücherei ein Tonstudio, ein E-Piano zum Üben und so viele gemütliche Ecken und Audio-Sessel, dass ich am liebsten geblieben wäre und im Studio einfach mal alle Bücher von mir als Hörbücher eingesprochen hätte.

Aber leider ist mit der letzten Lesung in Heilbronn mein Auftritt rund um den Fredericktag schon zu Ende. Schade eigentlich, denn es war echt schön im Ländle, wo ich in diesem Jahr 21 Frederick-Lesungen bestreiten durfte. Egal, wo ich gewesen bin, es war wunderbar – die Wege führten von Großbottwar über Bönnigheim, Schwieberdingen, Gerstetten und Steinheim/Albuch, Aalen, Blaubeuren, Stuttgart und Altbach bis nach Heilbronn.

Das Tolle: Ich habe viele altbekannte Gesichter wiedertreffen dürfen, zum Beispiel in Bönnigheim, Schwieberdingen, Aalen oder Blaubeuren. Dort habe ich erneut festgestellt, wie einladend die kleinen Orte jenseits von Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim sind – der Blautopf changierte am Tag meines Besuchs zwar ins Grünliche, aber die Altstadt in Blaubeuren ist ja echt sehenswert. Vor allem das Kleine Große Haus, in dem ich lesen durfte, macht mich immer noch ganz ehrfürchtig – die Bühne ist schon über 550 Jahre alt. Dabei ist Blaubeuren nur eine der vielen kleinen Städte im Ländle, die immer wieder einen besonderen Reiz ausspielen können. Bönnigheim zum Beispiel mit eigenem Schloss oder Großbottwar mit einer schönen alten Mühle, in der die Bücherei untergebracht ist. Den lustigen Aalener Spion habe ich ja das letzte Mal dort schon kennengelernt.

Mein Dank gilt nicht nur den einzelnen Bibliotheken für die Einladungen, sondern auch der Fachstelle für Bibliotheken im Regierungspräsidium Stuttgart, die mich schon Anfang Oktober im Vorgriff auf den Fredericktag zu den netten Kolleginnen geschickt hat. War auch für mich sehr lehrreich, denn ich habe zum Beispiel in Ludwigsburg den eindeutigen Beweis gefunden, dass man schon 1723 (da wurde der hier abgelichtete Marktbrunnen gebaut) Handys gekannt hat.

Offenbar hat es auch dem Publikum richtig Spaß gemacht, denn mitten auf der Lesereise erreichte mich eine begeisterte Email von Eltern einer jungen Leserin: „Sie haben mit Ihrer Lesung so viel Freude und Magie in unser Leben gebracht. Meine Tochter hat mit leuchtenden Augen von diesem Tag erzählt und gleich begonnen, eines Ihrer Bücher zu lesen.“

PS: Ich habe natürlich wieder jede Menge neue Begriffe für die Wort-Acker-dem-ih auf www.linkslesestaerke.de mitgebracht: Taschen-Lampe, Ziel-Linie, Stroh-Hut, Ma-Rock-O, Geh-Weg.

Ab jetzt wird Krawall gemacht

„Krawall im Klassenzimmer“: Eigentlich ist auch dieser Titel wieder nicht wirklich von mir. Dieses Mal stammt er von einer jungen Viertklässlerin (die mittlerweile vermutlich schon in der fünften Klasse ist). Sie hatte die Idee, mein nächstes Buch solle am allerbesten „Krawall und Chaos in der Schule“ heißen. Krawall hat mir so gut gefallen, dass es mich die ganze Zeit bei diesem Projekt begleitet hat. Die brandneue, turbulente und temporeiche Schulserie (illustriert von Julia Weinmann) erscheint bei Gulliver in der besonderen Reihe READy (für Kinder, die noch lieber was Leichteres lesen wollen).

Um wen geht’s? Fritzi aus der 5d und ihren Gegenspieler Nils aus der 5a. Beide streiten unablässig darum, welche Klasse den besten Schulstreich aushecken kann. Denn Nils hat Fritzi im Völkerball-Turnier besiegt. Und jetzt sinnt sie auf Rache. Als sie die ersten kleinen fiesen Geschichten auspackt, lässt Nils Gegenreaktion nicht lange auf sich warten. Hitzefrei für alle – das wäre zum Beispiel ein cooles Ziel. Aber ob ihm das ausgerechnet am heißesten Tag des Jahres gelingt? Und ob Fritzi nicht vielleicht sogar noch was viel Besseres plant? Wer weiß?!

Einen Tag nach Erscheinen haben „Krawall im Klassenzimmer“, Fritzi, Nils, Lila übrigens ihre Vorlese-Premiere gefeiert – in der Bibliothek am Bücherturm in Neuburg an der Donau. Die Leiterin Steffie Martin hattte nämlich die allererste Lesung mit mir gewonnen. Eigentlich ist die Serie erst ab 10 Jahren gedacht, aber die anwesenden Zweitklässler haben nicht nur die Drittklässler beim Quiz ganz klar ausgestochen. Sie waren auch die ausgewiesenen Streich-Experten. (ein ausführlicher Bericht findet sich hier) Ich mache mir also keinerlei Gedanken, was künftig die Streichkultur in den bayerischen und deutschen Schulen betrifft – ein absolut pfiffiger und ideenreicher Nachwuchs steht scharrend in den Startlöchern. Bei allen mitlesenden Rektor:innen, Lehrer:innen und Hausmeister:innen muss ich mich gleich mal pauschal entschuldigen: „Krawall im Klassenzimmer“ ist eine Serie für junge Lesende, und da sind immer die erwachsenen Personen heillos übertrieben und fern jeder Realität beschrieben … Ob nun aber die eine oder andere Lektüre vielleicht jemanden aus der Schülerschaft anstiftet? Tja, als Autorin lässt sich die Wirkung des eigenen Werks natürlich nie so richtig steuern …

Und es geht glatt so turbulent weiter: Band 2 ist auch schon so gut wie fertig. Den gibt es ab dem 26. Februar 2026 im Handel. Er wird „Nie wieder Pizza Hawaii“ heißen. Denn genau: Pizza mit Ananas ist ein kulinarisches No go. Finde ich zumindest. Bei den Lesungen widersprechen mir lustigerweise ganz schön viele! Fritzi und Nils jedenfalls sind sich, was Pizza Hawaii betrifft, sogar mal ausnahmsweise einig. Bei allen anderen Hammer-Aktionen sind sie sich natürlich weiterhin spinnefeind! Nur mischt jetzt ausgerechnet die Austauschklasse aus Italien auch noch mit. Womöglich kürt die Schülerzeitung „Das blaue Auge“ sogar die Ragazzi zum Sieger. Unmöglich!

Hier wird es auch noch mal richtig krawallig. Für die Socials habe ich übrigens ein kleines Video gedreht. Wollt Ihr mal sehen?

Ein Fan mehr, ganz sicher

„Wissen Sie eigentlich, wie viele Fans sie haben?“, fragte mich ein Junge der Franz von Lenbach-Realschule in Schrobenhausen. „Äh…“, antwortete die Autorin ausweichend. Sofort ratterte es in ihrem Hirn. Kann man das sagen? Und wie viele vielleicht überschlagsweise? 20? 100? 400? Mehr? Wie viele Lesungen mache ich eigentlich? Wie viele Zuhörende gehen dann als Fans da raus? Und woran würde man das messen? Zählt jedes Selfie? Jedes dritte Autogramm?

Noch während die Autorin in ihren ausufernden Gedankeschleifen festhing, erlöste der Frager die Autorin aus ihrer nur allzu ersichtlichen Verlegenheit. „Egal, jetzt haben Sie einen mehr!“ Der Sechstklässler schreibt selbst und träumt auch von einer Karriere als Autor. Und zwischen den drei Lesungen an seiner Schule (wovon er bedauerlicherweise nur eine erleben durfte) kam er immer wieder an meinen Platz, um zu sehen, ob ich gut versorgt bin, zum Erfahrungsaustausch oder nur, um mir nochmals zu versichern, dass er wirklich ab jetzt ein riesiger Fan ist. Nicht nur der „Isar-Detektive“, aus denen ich vorgelesen habe, sondern aller Bücher! Ich war total gerührt.

Bibliothek im Pflegschloss

Auch sonst war es ganz zauberhaft in Schrobenhausen bei SOB liest, das ausgerechnet in diesem Jahr auch noch das zehnjährige Jubiläum feiert. Heike Kielsmeier von der Bücherei (die temporär im ehrwürdigen und wunderschönen Pflegschloss nebst Museum weilt) organisiert die Veranstaltungen rund um SOB liest (dieses Mal mit Margit Auer als Top-Act bei den Kinder- und Jugendbuchautorinnen). Und das mit so viel Liebe, Hingabe und Energie, dass man echt nur mit den Ohren schlackern kann.

Die extrem gute Zusammenarbeit merkt man aber auch bei den beteiligten Schulen: Nicht nur in der Franz-von-Lenbach-Realschule, wo man einfach an alles gedacht hat, inklusive einem Begleitteam von vier Siebtklässlern, das allein nur die Technik profimäßig ausgesteuert hat. Natürlich habe ich auch hier wieder Vorschläge an die Politik eingesammelt – wie ich das immer bei den Lesungen bei den „Isar-Detektiven“ mache. Für die Herren und Damen in der Gemeinde haben die engagierten Schülerinnen und Schüler übrigens einiges an Wünschen: Ein Kino wäre echt mal wieder fein, mehr Sportanlagen oder vielleicht gar eine Trampolinhalle? Auf alle Fälle, da sind sie sich einig, könnte das Stadtleben für die Schrobenhausener Jugend ein bisschen mehr aufblühen. Nicht nur an der ehemaligen Knaben-Realschule, auch an der Michael-Sommer-Mittelschule war es richtig, richtig zauberhaft.

Nicht nur an der ehemaligen Knaben-Realschule, auch an der Michael-Sommer-Mittelschule war es richtig, richtig zauberhaft. Zwei junge Damen aus der siebten Klasse haben extra ein Tafel-Panorama für die Veransatltung erstellt und dann haben mir die Lehrerinnen sogar extra selbstgebackene Snacks hingestellt . So einen liebevollen Empfang bekommt man wirklich nicht überall! Danke noch mal an die wirklich unglaublich wirbelnde Leiterin der Stadtbücherei (die nebenbei auch noch den Klima-Tag, Ausstellungen und den Büchereiumzug jongliert) und das reizende Spargel-Städtchen aus Oberbayern, das mit seinem besonderen Charme immer wieder mein Herz erobert. Meinen Gaumen übrigens auch – denn ich trinke jetzt regelmäßig den in Schrobenhausen gerösteten Kaffee

Ach ja, einen ganz feiner und ausführlicher Artikel über die schönen Begegnungen und Veranstaltungen bei SOB liest ist im Donaukurier erschienen – leider hinter der Paywall.

@school ist cool

„Moneten, Moneten, Moneten – dabei regieren doch Moneten diesen Planeten“ – das sind ein paar Rap-Zeilen, die ich für „Die coolste Klasse des Planeten“ gedichtet habe. Aber ehrlicherweise habe ich das noch gar nicht soooo oft gerappt gehört. Und jetzt könnt Ihr gleich mithören! Denn die 4b aus der Sankt Petri Schule in Kopenhagen (ja doch, das Kopenhagen in Dänemark!!!) hat diesen Rap in einen echt hammercoolen Rhythmus umgesetzt. So beginnt nämlich ihr Podcast zu „Die coolste Klasse des Planeten“. Ich weiß gar nicht, was mich stolzer macht: Dass der Bücheralarm @school sich ausgerechnet meine Super lesbar-Geschichte ausgesucht hat und diese mal geschwind bis in den ganz hohen Norden gebracht hat. Oder dieser echt höchst professionelle Podcast, den die Kids aus der 4b, Laura und Elisa, Ingeborg und Klara und Klara und Tyll, Bendix und Samuel, Elena, Elin, Cäcilia und Rune, Elias und Laura (hoffentlich habe ich alle Namen richtig mitbekommen) da zusammengestellt haben. Mit einer klasse Buchvorstellung, einer echt profimäßig vorgetragenen Leseprobe und einem ziemlich lockeren Interview mit der Autorin. Man hört es vielleicht nicht, aber ich war nicht so locker wie die Interviewer, als wir gesprochen haben. Ich hatte total Angst, das ich zuviele Ähs sage und mich verhaspele. Und dann rede ich vielleicht auch noch zu viel – habe ich dann auch. Kann man ja zum Glück alles kürzen 🙂 Und das haben die Superprofis auch gemacht. Das Ganze ist super kurzweilig geworden und macht richtig Laune, reinzuhören!

Hier ist der Podcast zu finden: https://buecheralarmschool.blogs.audiorella.com/54-klasse

Und das tollste Kompliment, das ich übrigens aus dieser Folge mitgenommen habe: „Es fühlt sich an, als ob sie [die Autorin] die Geschichte direkt erzählt, ohne dass da Wörter stehen!“ Da fehlen mir doch tatsächlich die Worte. Bleibt nur ein kleines Bisschen Glanz in den Augen. DANKE liebe 4b und liebe Hanna Biresch für die wunderbare Koordination. Ich bin jetzt noch ganz geflasht. Eigentlich habe ich ja immer schon heimlich gehofft, dass mal eines meiner Bücher für den Podcast ausgewählt wird, denn Lena Stenz, die den Bücheralarm konzipiert hat, kenne und bewundere ich schon eine ganze Weile. Für ihre Adventshäppchen (eine Sonderedition der Lesehäppchen) habe ich auch schon zwei Geschichten beisteuern dürfen. Wie schön, dass es jetzt geklappt hat und noch dazu so obercool.

Wassertaufe in der Schweiz

Am Zürisee.

Wer meinen Instagram-Auftritt verfolgt (https://www.instagram.com/anja_janotta/) weiß, dass ich Seen und Wasser liebe – fast mehr noch als ABBA-Songs und Schoggi in jeder Form und Menge. Dass mich meine diesjährige Lesereise in der Ostschweiz dann auch von See zu See gebracht hat, ist deswegen ein großes Geschenk. Ein genauso großes Geschenk wie elf wunderbare Lesungen, eine witziger, lustiger und herzlicher als die andere.

Am Bodensee.

Ich durfte also am Bodensee vorbeischippern, war an der Thur im Thurgau, am Zürisee in Rapperswil und natürlich an den drei Weiheren oberhalb von St. Gallen. Dass ich Wasser mag, muss sich rumgesprochen haben, denn das kam dieses Mal auch in überflüssigem Maße von oben. Und deswegen wurde es leider nichts mit dem Schwimmen in den drei Weiheren, obwohl ich es mir dieses Mal fest vorgenommen hatte. Aber 16 Grad – das war einfach zu kalt.

Trotzdem war es eine sehr schöne Zeit mit den fabelhaften Kolleginnen und Kollegen Maja Nielsen, Heike Wichmann, Franziska Gehm, Rüdiger Bertram, Tobias Kreitschi, Daniel Höra, Jürgen Bandscherus, Sunil Mann und Martin Klein. In Azmoos hatte die ganze Klasse schon „Klassenfahrt außer Kontrolle“ gelesen – Ehrensache, dass die Bücher alle noch signiert wurden. Und dann habe ich noch ein paar Kostproben aus „Die Nacht in der Schule“ gegeben. Besonders spannend war – wie immer – die Passage ganz im Dunkeln. Im Thurgau wurde ich dann von einem unglaublich hilfsbereiten Schüler noch sicher zum schwer zu findenden Postbus geleitet, der dann auf den kleinsten Straßen abenteuerlich über die Berge kurvte. Belohnt mit einer – wie fast immer in der Ostschweiz – phänomenalen Aussicht.

In Gossau war ich gleich an zwei Tagen – mit vielen, vielen neugierigen Sechstklässlern und -klässlerinnen, die natürlich auch noch eigene Ideen hatten, welches „super lesbar“-Buch ich als nächstes schreiben sollte. Schließlich hat sie die Geschichte fasziniert, dass die Idee zu „Die Nacht in der Schule“ von einer fünften Klasse und nicht von mir kam. Also wie wäre es vielleicht mit einer Klasse, die über die Ferien in der Schule eingesperrt ist? Ja, das klingt nach einem spannungsreichen Plot. Da denke ich mal drauf herum. Das nehme ich mit nach Hause.

In Jona derweil, das ganz nahe am Zürisee liegt, haben sie dann extrem kreativ noch linkslesestarke Wortspiele gemalt bis die Tafel ganz voll war. Mitgebracht habe ich für die Wort-Acker-dem-ih auf www.linkslesestaerke.de folgende Neuzugänge: Arm-Brust, Wasser-Melone, Hi-Biss-Kuss, Löwen-Zahn und Katzen-Musik. Herzlichen Dank, liebe Kati und lieber Richi, für diese wunderschöne Einladung zu Literatur aus erster Hand in der Ostschweiz.

Von T-Shirts, Breakdance und Freundschaftsbüchern

„Kannst Du auf meinem T-Shirt unterschreiben?“ Es gibt kaum eine größere Adelung als diese Frage nach einer Lesung! Vielleicht nur noch die Bitte, auf dem Arm zu unterschreiben – das ist vielleicht genauso toll. Und wenn das ausgerechnet die coolen Jungs machen, die zuvor einem Buch gelauscht haben, das auf dem Cover knallrosa ist, dann würde der Franke anerkennend sagen: „Bassd scho.“

Aber ehrlicherweise war’s viel schöner als bloß „Bassd scho“ bei der diesjährigen Bamlit. Sechs fabelhafte Lesungen durfte ich bestreiten – als kurzfristige Vertretung von Stephanie Schneider (genau die von der tollen Reihe „Grimm und Möhrchen“). Das Schöne an der Bamlit ist, dass man zwar Bamberg als Basis hat, aber im ganzen Landkreis eingesetzt wird. Die Wege führten mich dann also auf verschlungenen Wegen zu den verschiedenen Bücherei-Standorten aus dem St. Michaelsbund: Nach Walsdorf und Schönbrunn, nach Sassanfahrt, nach Schlüsselfeld, nach Burgebrach und Strullendorf. Ein Empfang herzlicher als der andere.

Die Lesebegeisterung der ehrenamtlichen Büchereileitungen steckt an: In Schlüsselfeld zum Beispiel gibt es alle drei Wochen eine regelmäßige Büchereistunde für die Grund- und Mittelschule. Da kennt man sich gut und lange. Und deshalb traut sich dann auch eine Riege von drei Jungs bei der „Die coolste Klasse des Planeten“ auch mal eben einen Break-Dance vor Publikum hinzulegen.

Mit im Gepäck waren ansonsten die Fanny und ihr fast perfekter Fee. Und trotz viel Rosa und viel Glitzer und Magie haben sich die Jungs genauso in eine lange Schlange gestellt, um noch ein Autogramm zu ergattern oder gleich noch ein Autogramm auf dem Arm. In Sassanfahrt hatten die Kinder gleich im Anschluss einen Termin zum Klassenfoto. Auf vielen Unterarmen prangte dann wohl prominent ein Schriftzug und bleibt vielleicht ein bisschen länger in Erinnerung …

In Schönbrunn hielt mir ein Mädle ihr Freundschaftsbuch unter die Nase. Die Frage: „Das haben wir beide gemeinsam“ konnte ich leicht beantworten: „Wir lesen beide gern“. „Hä“, murmelte die Freundin nebendran, „tust Du doch gar nicht.“ „Doch“, widersprach die Freundebuchbesitzerin energisch, „ab jetzt schon!“ Sag noch mal einer, wir Autorinnen seien keine Vorbilder!

Besonders süß war auch die Reaktion eines jungen Mädchens aus Walsdorf. Die Lehrerin hat die Lesung noch ein bisschen nachklingen und die Zweitklässler Feen malen lassen. Dazu hat die junge Dame ganz zauberhaft geschrieben „Meine Fee ist Mama und ich habe keine Wünsche, weil sie mir schon alle erfüllt hat.“ Damit hinterließ mich meine Lesewoche einfach wunschlos glücklich. Vielen, herzlichen, großartigen Dank an die Organisatoren der Bamlit, dem Magellan-Verlag und dem St. Michaelsbund des Erzbistums Bamberg. Dieser persönliche Einsatz inklusive morgendlicher Hörnle-Belieferung ist quasi fast schon magisch.

(Disclaimer für die Eltern: Nein, ich unterschreibe nicht auf T-Shirts und grundsätzlich nirgendwo, wo man die Unterschrift nicht wieder rausbekommt – Bücher, Papiere und Autogrammkarten natürlich ausgenommen.)